Kinderkrankengeld: Mehr Väter betreuen kranke Kinder

Der Anteil der berufstätigen Väter, die frei nehmen, um ihren kranken Nachwuchs zu Hause zu betreuen, nimmt zu. So waren es im vergangenen Jahr zu 22 Prozent die Männer, die Kinderkrankengeld beantragten. Zum Vergleich: 2009 blieben gerade einmal neun Prozent der Familienväter zu Hause, um ein erkranktes Kind zu pflegen. Das geht aus aktuellen Daten der KKH Kaufmännischen Krankenkasse hervor.

In den östlichen Bundesländern kümmern sich die Väter sogar besonders häufig um ihren kranken Nachwuchs. Spitzenreiter im ersten Halbjahr 2020 sind laut den KKH-Daten die Väter in Sachsen mit einem Anteil von 29 Prozent, gefolgt von Brandenburg und Thüringen mit jeweils etwa 24 Prozent.

Auf dem letzten Platz rangieren mit rund 18 Prozent die Väter aus dem Saarland und aus Nordrhein-Westfalen. Auch in Baden-Württemberg ist der Anteil der Väter, die sich für ihren kranken Nachwuchs freinehmen, mit 19 Prozent vergleichsweise gering.

Mehr Kinderkrankengeld während der Corona-Krise

Gut zu wissen: Aufgrund der Corona-Krise stehen gesetzlich versicherten Eltern derzeit mehr Tage zur Betreuung eines erkrankten Kindes zur Verfügung. Bisher konnten sich zusammenlebende Mütter und Väter jeweils bis zu zehn Tage (aktuell 15) und Alleinerziehende bis zu 20 Tage (aktuell 30) unentgeltlich von der Arbeit befreien lassen.

Dafür erhalten sie von den gesetzlichen Krankenkassen Kinderkrankengeld, sofern der Arbeitgeber in dieser Zeit kein Gehalt zahlt, das Kind unter zwölf Jahre alt ist und der Arzt eine Erkrankung sowie die notwendige Betreuung bescheinigt.

Quelle: Kaufmännische Krankenkasse / Bild von Pixabay

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