Neuseeland bekommt Māori als Außenministerin

Nach der Wahl im Oktober hat die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ihr neues Parlament vorgestellt. Erstmals wird eine Ureinwohnerin Außenministerin in Neuseeland.

Nanaia Mahuta ist außerdem die erste Frau in dem Amt. Zuvor war die Neubesetzung Ministerin für Māori-Entwicklung und Lokalregierungen. Mahuta übernimmt den Posten von Winston Peters, der auf väterlicher Seite ebenfalls einen Māori-Hintergrund hat.

Wichtige Identifikationsfigur der Māori

Im Parlament sticht Neuseelands neue Außenministerin wohl auch durch ihr Moko Kauae – ein traditionelles Kinn-Tattoo – hervor, dass sie sich vor ein paar Jahren zugelegt hatte. Für die indigenen Māori ist die 50-Jährige allerdings auch ist eine wichtige Identifikationsfigur.

Das liegt weniger an ihrem Tattoo, sondern vor allem an ihrer politischen Arbeit und Ihrem jahrzehntelangen Kampf für die Rechte der Indigene. Außerdem ist sie die Nichte der ehemaligen Māori-Königin und eine entfernte Verwandte des aktuellen Königs.

Diversestes Parlament der Welt

Das neue Parlament ist übrigens eines der diversesten der Welt. Nahezu die Hälfte aller Abgeordneten ist weiblich und zehn Prozent sind offen LGBTQ: Sprich: das 20-köpfige Kabinett beinhaltet acht Frauen und drei LGBT (Schwule, Bisexuelle und Transgender). Außerdem sind fünf Māori dort vertreten.

Quelle: WAZ / Pixabay

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