Südkorea, China und Japan wollen klimaneutral werden

Die drei größten Volkswirtschaften in Ostasien haben sich verpflichtet, klimaneutral zu werden. Den Anfang machte dabei China, kurz darauf folgten Japan und Südkorea.

Bei der UNO-Generalversammlung Ende September kündigte Chinas Staatschef Xi Jinping an, die Volksrepublik bis 2060 zur Klimaneutralität zu führen. Am vergangen Montag sagte auch der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga zu, Japan bis 2050 klimaneutral zu machen. Diesem Beispiel folge nun auch Südkorea.

Auch Südkorea will 2050 klimaneutral sein

Präsident Moon Jae-in versprach am Mittwoch, dass Südkorea bis 2050 ebenfalls den Nettoausstoß an Kohlendioxid auf Null bringen wolle. „Wir werden aktiv zusammen mit der internationalen Gemeinschaft auf den Klimawandel reagieren und uns in Richtung des Ziels bewegen, bis 2050 Carbon-neutral zu werden“, sagte Moon in seiner Budgetrede vor der Nationalversammlung in Seoul. Südkorea werde die Kohlekraft durch erneuerbare Energien ersetzen und einen neuen Markt, Industrie und Arbeitsplätze schaffen.

Umweltschützer lobten Moon für die Ankündigung, für das Land ist dies jedoch eine enorme Herausforderung. Den Südkorea ist der weltweit achtgrößte Verursacher von  Kohlendioxid. Pro Kopf verbraucht ein Südkoreaner nach Angaben der OECD von 2016 etwa 13,6 Tonnen CO2-Emissionen – und damit deutlich mehr als etwa Japan mit 10,2 Tonnen oder Deutschland mit 11,1 Tonnen je Einwohner.

Außerdem wurden im vergangenen Jahr lediglich 5,5 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wasser und Wind gewonnen. Nur 25 Prozent des Stroms in Südkorea stammt aus klimafreundlichen Kernkraftwerken, während 69 Prozent aus Kohle, Gas oder Öl gewonnen werden.

Quelle: Frankfurter Allgemeine / Photo by Janis Rozenfelds on Unsplash

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