Sdui will die digitale Kommunikation an Schulen vereinfachen

Mit Sdui wollen drei Gründer das Schulwesen digitalisieren. Doch während die Castingshow „Höhle der Löwen“ das Potenzial des Startups noch vor einem Jahr unterschätze, sicherte sich die Schul-App nun einen Zwei-Millionen-Euro-Deal.

Sdui ist eine sichere Lösung für die mobile Kommunikation zwischen Lehrern, Eltern und Schülern. Mit Funktionen wie einem Chat, einer Cloud-Lösung, News sowie einem aktuellen Stunden- und Vertretungsplan will die App dazu beitragen, den Alltag an Schulen digital zu vereinfachen.

Auch Termine und Dokumente wie beispielsweise Elternbriefe oder Lerntipps können per Fingertip verschickt und von den Eltern mit einer Lesebestätigung versehen werden. Teilen lassen sich PDFs, Tabellen, Textdateien, Bilder und Videos. Weitere Funktionen wie beispielsweise ein digitales Klassenbuch können einfach in die Anwendung integriert werden.

Strenger Datenschutz und One-Way-Kommunikation

Die App ist DSGVO-konform und benötigt weder eine E-Mail-Adresse noch eine Handynummer. Jeder Account ist zudem passwortgeschützt. Lehrer haben außerdem die volle Kontrolle über Chats: Sie können beliebig zwischen One-Way (nur die Lehrkräfte dürfen schreiben) und offener Konversation (alle dürfen schreiben) wechseln.

Die One-Way-Kommunikation soll für eine gesunde Distanz zwischen Schülern und Lehrern sorgen. Es gibt zudem keinen Dateizugriff und keine Speicherung von Daten. Die App hat demnach keinen Zugriff auf private Fotos und Videos, Vertretungspläne werden nach zwei Tagen gelöscht. Die Server von Sdui befinden sich darüber hinaus in Deutschland.

Sdui AppStundenplan wird persönlich gefiltert

In der Vollversion von Sdui ist ein Stundenplan enthalten, der persönlich gefiltert werden kann. Das bedeutet, dass jeder Nutzer nur seinen individuellen Stundenplan und die zugehörigen Vertretungen sehen kann. Dadurch ist laut dem Startup höchste Privatsphäre garantiert. Eltern können nicht dokumentieren, welche Lehrkräfte wie oft ausfallen.

Auch die Eltern der Schüler werden in die Kommunikation mit eingebunden. Eltern-Accounts sind direkt mit denen ihrer Kinder verknüpft. So haben diese auch Zugriff auf deren Stunden- und Vertretungsplan.

Die Nutzung der der App ist für Lehrer, Eltern und Schüler kostenlos. Schulen zahlen allerdings eine einmalige Einmalige Einrichtungsgebühr und eine jährliche Lizenz pro Nutzer.


Werbung ist keine Option für die Gründer

Entwickelt wurde Sdui von den drei Koblenzer Gründern Daniel Zacharias, Jan Micha Kroll und Timo Stosius. Sie wollten eine einfache Schul-App entwerfen, mit der jeder umgehen kann – selbst die Lehrerinnen und Lehrer, die ohne Smartphone aufgewachsen sind.

In der TV-Sendung „Höhe der Löwen“, die zwar jetzt ausgestrahlt, aber bereits vor mehr als einem Jahr aufgezeichnet wurde, wollten die drei Gründer ursprünglich eine Million einsammeln und wurden von Carsten Maschmeyer und Frank Thelen abgelehnt. „Thelen hätte investiert, wenn wir Schülern über die App Werbung für Handyverträge gezeigt hätten“, sagte Zacharias dem „Handelsblatt“. Dies lehnen die Gründer jedoch konsequent ab.

Sdui sammelt zwei Millionen Euro ein

Diese Prinzipientreue hat sich nun ausgezahlt. Trotz der Absagen von Thelen und Maschmeyer konnten die Sdui-Gründer 2019 noch eine Finanzierungsrunde abschließen. Zu den Bestandsinvestoren gesellten sich laut dem „Handelsblatt“ der High-Tech Gründerfonds und zwei Business Angels, die insgesamt zwei Millionen Euro in das erst zwei Jahre alte Unternehmen investierten. 

Im Rahmen der Coronavirus-Krise stellt das Startup Schulen übrigens eine vereinfachte Version seiner App für drei Monate kostenfrei zur Verfügung.

Foto: Sdui

No Comments Yet

Leave a Reply

Your email address will not be published.

FOLGE UNS AUF